Premiere 16. November 2021 @YOUKI Festival / Programmkino Wels

2021 – Fiction – 19 min

“Ich hab’ heute so einen komischen Film gesehen, mit dem einen Schauspieler, den von Rambo. Ich hab’ geglaubt, der Held wird alle retten…aber er hat’s nicht geschafft.”

Im Sommer 2021 arbeiteten junge Filmemacher*innen im Rahmen eines Workshops intensiv an einem Kurzfilmprojekt. Unter der Betreuung von Laura Ettel und Paul Porenta entstand der Film “Lost”. Lea Föger und Niklas Pichler betreuten die Postproduktion.

Lost – Jugendliche Gefühslwelten
Der Film erzählt von den Geschwistern Nina und Ben, die zu zweit in einer Wohnung im 21. Stock des Welser Maria-Theresien Hochhauses leben. Ihre Eltern sind nicht bei ihnen. Die Situation scheint problematisch. Ben ist zwar schon erwachsen, hat aber gerade keinen Job und verbringt, nachdem ihn seine Freundin Tamara verlassen hat, die Tage in seinem Zimmer und lässt selbst seine Schwester nicht an sich heran. Als Nina eines Tages vom Einkaufen zurückkommt ist Ben verschwunden. Sie begibt sich auf die Suche nach ihm.

Die vielschichtigen Gefühlswelten und Zustände, für die der Begriff „Lost“ stehen kann, spiegelt der Film wider, sei es durch seine Figuren, die Kameraeinstellungen oder durch die Musik. Sicherlich spielt auch das Zuhause der Geschwister, das Maria-Theresien Hochhaus, eine wichtige Rolle. Knappe 85 Meter ragt es in den Himmel. Wer direkt davor steht und hinaufblickt, der kommt sich schnell überwältigt, gar erledigt vor. Ein passendes Symbol für den Film, denn vielleicht bedeutet “lost” zu sein auch gegen etwas nicht anzukommen, ja zu scheitern. Und das tun selbst echte Helden manchmal.

Die englische Phrase „to be lost“ bedeutet übersetzt so viel wie verloren sein oder sich verirrt haben. Ein recht gewöhnlicher Ausdruck möchte man meinen, den nun aber vor allem viele junge Menschen für sich entdeckt haben. So wurde „Lost“ per Online-Voting sogar zum Jugendwort des Jahres 2020 gekürt. „Lost“ sein bedeutet für die Jugendlichen überfordert sein, mit sich selbst und seiner Umgebung hadern. „Lost“ ist ein Lebensgefühl, ein Zustand der Ahnungslosigkeit, der Verwirrung, des Kontrollverlusts über das eigene Leben. „Lost“ ist auch der Titel der neuesten Kurzfilmproduktion des Medien Kultur Hauses Wels. (Text: Ruben Ritzinger)


 

Themenschwerpunkt „Lost & Found“

In diesem Jahr befassen wir uns mit dem Wechselspiel zwischen Verloren sein und sich wieder finden, welches uns alle vor allem im Heranwachsen aber auch später begleitet. Lost ist das Jugendwort 2020 und im Gegensatz zur früheren “Jugendwörtern des Jahres” befindet sich Lost tatsächlich im Sprachgebrauch junger Menschen und steht für zentrale Aspekt der Lebensphase Jugend:
Zunächst ist Überforderung, Unentschlossenheit oder Ahnungslosigkeit in einer bestimmten Situation gemeint. Ein diffuser situationsbedingter Zustand, welcher aber auch allgemein für die Jugendphase verwendet werden kann: Das Suchen einer eigenen Identität, eines Freundeskreises, Ausbildung, Beruf, Sexualität etc. die Konstruktion eines Selbstbildes von Psyche und Körper. Diese verlangt jungen Menschen sehr viel ab und führt häufig zu einem ambivalenten Gefühlsleben. Einerseits ein Gefühl der Verlorenheit und Überforderung aufgrund der Vielzahl an Entscheidungen und neuen Eindrücken, anderseits eine Euphorie und Sicherheit aufgrund neu gefundener Lebensformen. Die Unsicherheit über den eigenen Platz in der Welt und die Sicherheit durch Abgrenzung von allen, wo man nicht Teil davon sein möchte.

Proberaum für audiovisuelle Medien
Fundament des Projekts bilden die Workshops im Sommer. Jugendliche produzierten gemeinsam mit
Künstler*innen und Medienprofis über einen Zeitraum von mehreren Wochen zum Thema “Lost & Found“. Wir versuchen dabei ein klassisches Workshop-Setting zu vermeiden und stattdessen einen kreativen Probierraum zu erschaffen, in dem sowohl die teilnehmenden Jugendlichen und die „Workshopleiter*innen“ voneinander lernen und miteinander experimentieren können

Darsteller*innen
Nina Oliver Parsch
Ben Andreas Angleitner
Tamara Barbara Nina Rettig
Vali Lena Eckerl
Diego Ruben Ritzinger
Verkäuferin Emely Traunmüller
Mädchen I Lena Stieger
Mädchen II Jana Zauner
Skater

Lukas Peter Gram

Boris Schuld

Regie Marcel Pürstinger
Barbara Nina Rettig
Leon Fasthuber
Magdalena Jahn

Drehbuch Paul Porenta

Kamera Jonas Wiesinger
Kamerassistent I Jakob Nieß
Kamerassistent II Leon Fasthuber

Ton Nina Derflinger

Schnitt Oliver Parsch
Schnittassistenz Annika Schwarzwald
Jakob Nieß

Musik Moritz Stacherl
Julian Straßer
Leon Pohn
Rainer Brunnthaller
Johanna Weiß

Workshopleitung | Mentor*innen
Regie Paul Porenta
Kamera | Bildgestaltung Laura Ettel
Musik Niklas Pichler
Schnitt Lea Föger

Tonmischung Niklas Pichler
Produktion | Projektleitung Boris Schuld | Medien Kultur Haus

Setfotografie Fabian Kessler
Filmplakat Susanne Hinterberger
Vielen Dank Lisa Hackl
Christopher Straberger
Georg Deutschbauer | Interspar Wels
Julia Wachter | Weltladen Wels
Gabi Watzinger
Thomas Vogl |  Skateboardhalle Wels
Christoph Braunesberger | TechnikArt
Florian Ettl

Mit Unterstützung von

Verantwortlich & Kontakt:
Boris Schuld E-Mail T.: 07242 207030

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Filmproduktionen, Fotoworkshops, offenes Studio ... ein spannendes Experimentierfeld für junge medieninteressierte Menschen.

Aktuelle Projekte

Lost – Filmproduktion 2021

Sommerworkshops 2021 "Lost & Found"

Poetry Slam

Lasst die Dichterschlacht beginnen!

OPEN STUDIO17 2021

Proberaum für visuelle Medien. Einmal im Monat öffnet unser Film- & Fernsehstudio für alle jungen Menschen ab 12 Jahren

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Typisch Wels?

Eröffnungs-Clip Theaterstück "beschränkt beziehungsfähig" 2021

Villa Lost & Found – Trickfilm

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Stream WEIHNACHTSCORONA 2020

ÄFFCHEN & CRAIGS + DJ SLICS! Livestream. Kooperation mit Kv Waschaecht

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Ein Coming-Of-Age Kurzfilm

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